36. NEU WERK – Alina Cyranek
Alina Cyranek lebt und arbeitet in Leipzig. Gemeinsam mit dem Hallenser Animationskünstler Falk Schuster betreibt sie die Produktionsfirma hug films. Geprägt hat sie unter anderem die Professional Media Masterclass von Werkleitz, an der sie 2011 im ersten Jahrgang teilnahm – ein „Augenöffner“, wie sie sagt.
Im Podcast spricht Cyranek über ihre Filme, über die Lust am Ausprobieren und die Suche nach neuen Formen. Es geht um animierte Dokumentarfilme, um die aufwendige handwerkliche Arbeit hinter ihren Bildern und um die Frage, was künstliche Intelligenz für das dokumentarische Erzählen bedeutet.
Sie erzählt von „Hotel Astoria“ und „Fassaden“, einem mehrfach ausgezeichneten Film über häusliche Gewalt. Statt die Betroffenen zu zeigen, verbindet Cyranek deren Erzählungen, die von Sandra Hüller gesprochen werden, mit Tanzsequenzen und schafft so einen eigenen, assoziativen Zugang zu einem schwierigen Thema. Ende November ist „Fassaden“ auch bei Arte zu sehen.
Außerdem geht es um „Szenen eines Abschieds“, einen Film, in dem drei hochbetagte Frauen offen über das Ende des Lebens sprechen. Cyranek erzählt, warum sie schwierige und schmerzhafte Themen gerne sinnlich, humorvoll und mit Liebe erzählt – und weshalb der Kurzfilm für sie eine der unterschätztesten Kunstformen überhaupt ist.
Mehr über Alina Cyranek und ihre Filme: alinacyranek.com Mehr über hug films: hug-films.com
Zeichnung: Xenia Fink
Schnitt: Anne Sailer
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