NEU WERK - Der Podcast der Kunststiftung

NEU WERK - Der Podcast der Kunststiftung

Gespräche über Kunst und die Welt - im Podcast der Kunststiftung

Transkript

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00:00:06:

00:00:09: Willkommen

00:00:10: zu Neuwerk, dem Podcast der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

00:00:15: Ich bin Anna Seiler und bei mir ist heute die Künstlerin Dagmar Varadi zu Gast.

00:00:20: Ich freue mich, dass du da bist.

00:00:22: Hallo!

00:00:23: Ich freu' mich auch.

00:00:24: Am Anfang des Podcasts stelle ich einfach mal ein paar kurze Fragen um dich vorzustellen.

00:00:30: Dein Name?

00:00:31: Ja, nünzendhundertsechzig.

00:00:40: Dabei würde ich's lassen!

00:00:42: Geburtsort?

00:00:43: Erfurt

00:00:44: Profession

00:00:46: Künstlerin.

00:00:48: Wie bist du dahin gekommen?

00:00:49: Erzähl vielleicht mal kurz so deinen Werdegang.

00:00:52: Das war nicht von vornherein geradlinig Sondern auf Umwegen.

00:01:01: mehr oder weniger bin gleich nach dem Abitur in einem gestalterischen Studienfach gelandet, das ich auch wollte.

00:01:11: Das war bewusst so gewählt an der Burg Ebichenstein um dann während des Studiums schon festzustellen dass das irgendwie weitergeht noch in eine andere Richtung nämlich in die Richtung

00:01:25: Kunst.

00:01:26: drei Worte die deine Kunst beschreiben

00:01:29: Intuition Nachdenklichkeit Prozess.

00:01:35: Du als Künstlerin arbeitest ja sehr viel auch fürs Auge, deswegen meine Frage was ist ein typisches Geräusch das bei deiner Arbeit entsteht?

00:01:46: Typische Geräusche würde ich nicht unmittelbar identifizieren da ich mich ziemlich alltäglich bewege in meiner Arbeit.

00:01:57: also wenn ich die Tür aufmache und die Tür zumache oder mich an den Tisch setze oder in einem Stapel Blätter- oder Zeitungen stülpere, dann sind das Geräusche die auf jeden übertragbar wären.

00:02:13: Aber mir würde etwas Typisches für meine Arbeit einfallen nämlich im Zusammenhang mit den Videos, die ich kontinuierlich immer wieder produziere und produziert habe.

00:02:29: da gibt es ja ganz eigene Gestaltungs... mittelakustischer

00:02:33: Art.

00:02:33: Vielleicht können wir da mal reinhören, du hast mit der Schauspielerin Jutta Hoffmann zusammen gearbeitet und tatsächlich ein schönes Hörbeispiel für das was da rumgekommen ist.

00:02:45: Es geht um eine Trilogie Kurzfilme die mit Jutta Hofmann zusammen entstanden sind über einen längeren Zeitraum also länger als zehn Jahre sogar.

00:02:56: Wir haben uns da langsam herangetastet und gesagt, das ist die geeignete Form für uns um etwas zu machen wo wir selbst noch nicht genau wussten wie sich das Ganze am Ende manifestiert in welcher Form auch immer.

00:03:13: Wir wollten uns nicht von vornherein überfordern indem wir sagen also es wird jetzt ein Film mit professioneller Ausstattung usw.

00:03:22: sondern wir wollten uns ganz natürlich ran tasten und jeder auf seine Art Jutta über Texte, die sie spricht und ich über meine Bilder, über meine Aufnahmen.

00:03:34: Ich habe sie begleitet.

00:03:35: Wir haben das zum Teil besonders in dem letzten Film der Trilogie Reality ausprobiert, dass Jutta also auch selbst als Darstellerin in Allscheinung tritt und wird das also von Film zu Film immer weiter entwickelt, um professionellisiert haben.

00:03:56: Wir dann gesagt haben ja, dass ist ganz schön!

00:03:58: Als der Wind zunahm wurde er häufiger an Gesicht, Hals... Händen von Bäumen und Ästen gestreift.

00:04:06: Die Berührung war zunächst eher angenehm, ein Streicheln

00:04:10: oder als prüften sie, wenn auch oberflächlich, ohne besonderes Interesse die Beschaffenheit seiner Haut dann schien der Wald dichter zu wachsen.

00:04:19: Die Art der Berührungen änderte sich.

00:04:21: aus dem Streichel wurde ein Abmessen Da liegen so Tonspuren übereinander?

00:04:27: Genau.

00:04:27: Das ist der dritte Film in der Trilogie, die also beginnt mit Reizen nach Johann Christian Reihl, Raff nach Goethe haben wir an der Villa Romana Influenz aufgenommen Und der dritte Film Rarity nach einer Müllos-Hara Class II oder die Hydra ist dann entstanden am Lido von Venedig und in einem Palazzo mit einer Spiegelsituation.

00:04:52: Dieses Übereinander spielen, also das ist etwas was im Laufe der Entwicklung dieser drei Filme hinzugekommen ist, also speziell in Florenz haben wir schon damit gearbeitet.

00:05:02: und hier auch bewusst dunkle Phasen, in denen das Bild verschwindet.

00:05:06: Also immer dieser Wechsel wo man auf sich selbst zurückgeworfen wird diese Ruhezonen entstehen und da auch so eine Art Blackout in dem wie wir uns selbst denken oder überhaupt in der Lage sind ums selbst zu denken.

00:05:22: und dieses Echo also dieses Spiegel war dann ein gestalterisches Mittel, was in Reality im dritten Film besonders deutlich zu sehen ist.

00:05:30: Hier geht es auch um eine Spiegelung nämlich einmal in Heracles Bewegungen im Wald und der Protagonist im Stück die Hydra also selbst merkt am Ende dass wir es sind das auslösen womit wir zu kämpfen haben Also immer auf uns selbst zurückgeworfen sind.

00:05:51: Das ist die Idee dieser drei Filme.

00:05:55: Die sind entstanden ab im Jahr- und Jahrzehnt, richtig?

00:05:58: Richtig.

00:05:59: Und sind wo zu sehen?

00:06:02: Zu sehen waren sie jetzt aktuell in der Ausstellung im Rahmen des Kunstpreiseste Stadthalle.

00:06:10: Im Literaturhaus hatten wir einen eigenen Raum, haben den dafür also wirklich gut wie eine Kinosituation gestalten können mit sehr guter Technik.

00:06:20: Man hat es auch an den Reaktionen Besucher gemerkt, sie haben sich tatsächlich die Zeit genommen.

00:06:26: Denn alle drei Filme, dreißig Minuten ist ja nicht wenig am Stück Die will man erst mal durchhalten.

00:06:33: und es gab viele, die das tatsächlich angeguckt haben Nicht nur einmal sondern zweimal.

00:06:39: Und am Ende sagt wir müssen nochmal wiederkommen Wir müssen das noch Mal sehen und uns nochmal darauf einlassen weil Es ist tatsächlichen Einlassen die sind nicht so linear gehen die durch und kurzweilig, sondern man muss schon bereit sein sich darauf einzulassen.

00:06:58: Also momentan sind sie aber nicht

00:07:00: zu sehen?

00:07:00: Und momentan doch auf Fimeo kann man so viel ich weiß alle drei Firmen sehen.

00:07:06: Apropos Kunstpreis den Halleschen Kunstpreiss, den hast du bekommen, Und jetzt komme ich zu meiner letzten Frage.

00:07:15: Und zwar geht es um die Kunststiftung, weil mit der hast du auch schon viele Jahre was zu tun und du solltest jetzt einfach mal den Satz vervollständigen.

00:07:24: Mit der Kunststifte verbinde ich

00:07:30: eine Kontinuität Der Zusammenarbeit in welcher Form auch immer, das muss nicht das Stipendium sein oder eine Förderung sondern ist einfach die Auseinandersetzung.

00:07:44: Die Möglichkeit in Kontakt zu stehen sich auszutauschen dabei zu sein.

00:07:50: also es ist eine Offenheit die hier entstanden ist über die Jahre die ich sehr schätze.

00:07:59: zum einen Ja, auch die Beteiligung an Ausstellungen im Haus der Kunststiftung.

00:08:05: Das ist etwas was ja nicht so oft für Institutionen dieser Art überhaupt auch möglich ist.

00:08:11: Ich finde das ein großen Gewinn in unserer Region im Land speziell für Halle.

00:08:16: Wir haben

00:08:16: gerade schon ein paar Stichworte gehört wir haben viele Namen gehört.

00:08:21: es ging um Epochen Es ging um fremde Länder.

00:08:24: Du nährst dich also in ganz verschiedenen Prozessen bestimmten Dingen, die dich interessieren.

00:08:30: Erstmal ganz grob gesagt und vielleicht können wir mal an einem Beispiel skizzieren wie das geht und es gibt eine Arbeit von dir I don't like Passion heißt die, die finde ich ganz speziell.

00:08:41: Die übrigens auch gefördert wurde von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und vielleicht kannst du mal erzählen wie es dazu kam und vor allen Dingen wie dieser Prozess war in dem dann das entstanden ist was hier neben mir liegt?

00:08:54: Es ist auch ein Leporello vielleicht in etwas reduzierter Form da es ja nicht als Buch oder als Bildfolge an sich linear ausgeblättert werden kann sondern hier ist noch eine andere Idee dabei.

00:09:07: Du hast dich interessiert, ganz vorn weg vielleicht mal für die französische Künstlerin Louise Bourgeois.

00:09:15: Richtig!

00:09:15: Und

00:09:16: der bist du auf eine ganz spezielle Art und Weise hinterhergestiegen möchte ich mal

00:09:21: sagen?

00:09:21: Also hinterher gestiegen ist ein guter Ausdruck.

00:09:24: das begann in den neunziger Jahren Anfang der Neunzige da haben sich wenige für Louis Bourgeois interessiert.

00:09:30: also sie war einfach auch noch nicht präsent im Kunstbetrieb.

00:09:34: ja wenn man das mit jetzigen Blick beschreiben kann und für mich war es aber auch schon Anfang der Neunziger eine wichtige Person in mehrfacher Hinsicht, da sie als Frau über Dinge sich oder mit Dingen in der Kunst auseinander gesetzt hat.

00:09:51: Die eben sehr persönlich aber auch brauen an sich betreffen also auch mutig Aber man kann nicht sagen Es ist Frauenkunst sondern im Gegenteil Sie hat es geschafft auf einer Art die Dinge zu beschreiben dass hier eine größere... Allgemeine Aufmerksamkeit oder auch Gültigkeit bekam, peu à peu über die Jahre.

00:10:15: Das sind Skulpturen, Zeichnungen und das alles dabei?

00:10:18: Richtig!

00:10:19: Ja ja also dieses persönliche wie sie es geschafft hat dass auf eine andere Ebene zu heben.

00:10:25: deshalb auch der Titel dieses Wichleins würde ich nennen oder dieser kleineren Publikation I don't like passion.

00:10:31: das ist eines ihrer Motive was ich habe auch viel gelesen über die Jahre versucht viele Ausstellungen zu sehen, was ja auch möglich war.

00:10:41: Ob das in Paris war oder in New York?

00:10:43: In München, Hamburg und Deutschland.

00:10:46: Ich wollte sie immer besuchen.

00:10:48: Ich hatte ein Stipendium zum einen in Virginia, das ist wie CCA und später in New-York und hatte mir da schon einen Kopf gesetzt.

00:10:55: Es war im Jahr two-thausend sie dort zu besuchen, wo er das auf zwei-tausend eins allerdings verschoben hat.

00:11:02: Habt ihr es nicht geschafft?

00:11:03: Ja, da kam dieser Jereinschnitt Nine Eleven – und das hat ja viel verändert!

00:11:07: Ich war dann auch länger nicht mehr in New York, obwohl ich das ursprünglich vorhatte.

00:11:11: Es waren viele gute Kontakte geknüpft, auch zu Galerien.

00:11:15: Das war wieder ein Umdenken in Folge der ganzen Situation.

00:11:20: Louis Bourgeois war weiterhin ein Thema, die hatte in jener einer Ausstellung in diesem wunderbaren Stadtmuseum, die ich natürlich unbedingt sehen wollte und genau in dieser Zeit ist sie dann auch gestorben.

00:11:33: Und das war im Jahr zwei Tausendzehn und unmittelbar danach wurde vorbereitet Retrospektive in dem moderne Museum in Stockholm.

00:11:40: Da hatte ich mir in den Kopf gesetzt, hier muss noch etwas passieren hinzukommen.

00:11:45: Wie ich mich ihr annähe und es kam die Idee in einem dieser Prozesse wie die Ausstellung entsteht oder auch wieder aufgelöst wird dabei zu sein Und ich dachte Ich würde den Kontakt suchen zu den Ausstellungsmachern Zu dem Haus.

00:12:01: Das ist mir auch gelungen, das war ein langer Prozess.

00:12:04: Sie waren einverstanden, dass ich die Ausstellung fotografiere in dem Moment wenn sie

00:12:08: wieder abgebaut wird.

00:12:10: Wie muss ich dich da vorstellen?

00:12:12: Du bist dann mit deiner Fotoausrüstung nach Stockholm gefahren und hast dann losfotografiert.

00:12:20: Hast du den Handwerker über die Schulter geguckt, hast über tausend Bilder gemacht ... wie war das?

00:12:26: Zunächst war natürlich die Fotografie das unmittelbare Medium, wie auch in all meinen anderen Arbeiten oder in den meisten Arbeiten vieles den Ursprung in der Fotographie hat und sich dann davon wegentwickelt.

00:12:40: In andere Medien... Das war für mich ... Handwerkszeug, mit dem ich mich dem nähern wollte und auch eigentlich nur konnte.

00:12:48: Viel andere Möglichkeiten hat man in dieser Situation ja gar nicht.

00:12:53: Du hattest dir sicherlich auch noch einen bestimmten Zeitrahmen?

00:12:56: Richtig!

00:12:56: Dass das Ganze überhaupt zustande kam war glücklichen Umständen zu verdanken.

00:13:00: normalerweise passiert sowas nicht.

00:13:02: Auch die Kuratorin sagte mir in dem Moment was wir jetzt hier machen.

00:13:06: Das würde ihn weltweit kein Museum erlauben.

00:13:10: Ich war mir dessen voll bewusst.

00:13:12: Das war also wirklich ein Privileg, das ich in diesem Moment hatte und natürlich nutzen wollte.

00:13:17: Und es war gut vorbereitet, auch vom Haus.

00:13:20: Ich bekam eine Security an die Hand, ja so zu sagen...

00:13:25: Damit du diverse Kunst nicht stehlst?

00:13:27: Anders geht das natürlich nicht!

00:13:29: Also ich habe unmittelbar neben dem Museum gewohnt um da absolut präsent zu sein und durfte vier Tage mitten in die Ausstellungs-Situation also in den neuen Abteilungen, die es da gab und da war natürlich unheimlich was los.

00:13:43: Die Kisten, Foyer standen im Inneren, die Spettiteure aus aller Welt begannen.

00:13:50: Die Dinge zu deinstallieren vom Sockel zu holen – das war für mich ein wichtiges Bild auch, ein wichtigem Motiv.

00:13:58: Die Arbeiten zu sehen wie man sie sonst natürlich nicht zu sehen bekommt, ihnen nahezu sein von allen Seiten betrachten zu dürfen und das unmittelbar erleben

00:14:09: zu dürfen.

00:14:11: Da wurde was eingepackt.

00:14:13: Ich erinnere mich an diese Köpfe, die da nebenbei

00:14:16: ... Das ist der Titel einer Arbeit fünf Köpfen.

00:14:22: Der französische Name für fünf und bezeichnet die Familie von Louise aus fünf Personen, also drei Söhne sie und ihr Mann besteht.

00:14:33: Und sie hat sie immer wieder als Motiv genommen in dem Fall physisch unmittelbar als Köpfe.

00:14:39: Die Skulptur löste sich auf in Köpfen nebeneinander, die eine ganz andere Beziehung eingegangen sind da sie ja jetzt anders positioniert werden mussten also in die Kisten.

00:14:50: Da gab es also ganz genaue Vorschriften.

00:14:53: das war natürlich alles ganz genau vorbereitet wie die da drin zu liegen haben und dieses Einhöhlen in Tücher dieses sorgsame Umgehen als während lebende Objekte.

00:15:08: Das hat mich auch sehr gerührt, es stammt mir nahe unheimlich.

00:15:12: Es gibt dieses

00:15:12: Bild mit dieser Frau die so eine Brücke macht im Gold?

00:15:16: Ja.

00:15:17: Dahinter steht ein Mülleimer?

00:15:19: Ja das ist ein Mann tatsächlich der über den Rücken in beide Richtungen gebeugt ist und der wahrscheinlich sehr trainiert sein muss um das überhaupt machen zu können der da entsteht.

00:15:34: Es entstanden ganz verrückte Bilder auch durch das Verpackungsmaterial, die diese Tücher Schaumstoffe-Holzkisten, die Männer mit ihren Handschuhen, die das natürlich sorgsam anfasten und dahinter Mühltüden, die dieses Bild absolut

00:15:51: verändert haben.

00:15:53: Wie viele Bilder hast du gemacht?

00:15:54: Tausend vierhundert, also über tausend vierhundert sind entstanden in diesen vier Tagen.

00:15:59: Wie hast du Bilder ausgewählt, um daraus dieses Leporello zu machen?

00:16:04: Das ist ja auch noch mal eine Wahnsinnsarbeit gewesen dann.

00:16:07: Also man muss sich das so vorstellen die Zeit war natürlich gar nicht da jede Situation in den Fokus zu nehmen dass man also erst beginnt das Stativ aufzubauen und das einzurichten.

00:16:19: ich spielte ja dem Zusammenhang Quasi keine Rolle, ich musste sehen dass ich meinen Platz finde.

00:16:25: Ich musste also viele Fotos machen von denen ich noch gar nicht wusste in welche Richtung die gehen.

00:16:30: Ist das auch von vornherein eine Art Suchbewegung gewesen wo manchmal Fotos nebeneinander stehen um rauszukriegen?

00:16:39: ist es denn jetzt das was ich wollte?

00:16:41: Es war dann schon nochmal ein langer Prozess Aber dann ist es mir auch gelungen relativ klar zu sagen, das ist es für mich und das ist eigentlich auch das, wonach ich gesucht habe.

00:16:53: Dahinter stehe ich – das ist mein künstlerischer Blick eben durch das Kamerauge auf das Motiv und die Künstlerin Louise Bourgeois in einer ganz persönlichen Art.

00:17:05: Zumal man ja die Bilder ineinander stecken kann.

00:17:08: Die Motive finden neu zusammen, je nachdem wie man es zusammen legt oder auseinander faltet.

00:17:14: Du hast als Stichwort schon die Fotografie genannt.

00:17:17: also du bist einmal die Fotografin aber du bist auch Sammlerin und du sammelst unheimlich viel!

00:17:25: Also da gibt's Magazine, du sammelt Zeitungen, alles Was für dich wichtig ist, also du dokumentierst im Grunde.

00:17:34: Also da sind zum einen Modezeitschriften, manchmal sind es Tageszeitungen.

00:17:38: Alles ist mal gelesen worden das sind Kataloge.

00:17:41: Also unheimlich viel!

00:17:43: Du sammelst viel.

00:17:45: Es sind die Bilder, die dich interessieren und fesseln mit denen du dann arbeiten verwirklichst, vielleicht gibt es auch da mal ein schönes Beispiel dafür.

00:17:54: Also die Ordnung hat mich auch fasziniert.

00:17:56: also du kannst sehr wohl auseinanderhalten wo ist eine Regionalzeitung von neunzehnundneunzehntig vielleicht?

00:18:04: und einen Vogue?

00:18:06: das wird schön getrennt und du wirstest gleich dass.

00:18:09: um das Bild brauche ich das möchte ich bearbeiten.

00:18:11: wie funktioniert das?

00:18:12: Also wenn Du ein Bild hast mit dem Du arbeiten möchtest.

00:18:16: Es ist so eine Art Archiv was da entsteht mit dem ich zunächst noch nicht weiß.

00:18:21: Das mache ich damit, hat das überhaupt eine Bedeutung?

00:18:24: Aber es sind doch bestimmte Motive die sich dann auch verankern und deshalb sammelt man das ja und hält man die auch für wichtig aufzuheben weil wie du gesehen hast ja sich Berge auftürmen, die mich auch manchmal erdrücken.

00:18:37: also muss ich tatsächlich zugeben.

00:18:39: Es ist schwer sich davon zu trennen, ich hätte manchmal gerne eine Hilfe von außen Aber das ist am Ende mein Ding.

00:18:47: Ich muss es machen und komme nicht drum herum, die Arbeit nimmt mir auch keiner

00:18:51: ab.".

00:18:54: Die

00:18:54: Motive betreiben ... Was sind die Motive?

00:18:57: Die

00:18:57: dich faszinieren!

00:18:58: Der Mordeinschlag auf Kennedy gab es ein wunderbares Bild in der Tageszeitung.

00:19:04: Es war sogar an der FAZ damals, eine schwarz-weiße Bild.

00:19:08: Da haben natürlich sofort die Fotografen draufgehalten.

00:19:12: Das war wahrscheinlich ein Pressefoto.

00:19:14: So habe ich das auch in Erinnerung.

00:19:15: Es war ein besonderes Foto, nämlich schwarz-weiß sowieso aber man sieht nur die Beine auf der Kühlerhaube des Autos und es geht so merkwürdig ineinander über.

00:19:28: man ist also steht wirklich davor eigentlich weiß man was es ist um was es da geht Aber auch wieder nicht.

00:19:34: Also man ist wirklich angezogen guckt genauer hin und geht wieder weg.

00:19:38: es hat schon etwas abstraktes In dieser Form, in diesem Ausschnitt auch.

00:19:43: Damit habe ich auch weitergearbeitet.

00:19:45: Was ist deine Arbeit in dem Moment?

00:19:47: In dem Fall ist es relativ unverändert geblieben.

00:19:51: Ich habe es lediglich wie eine Collage weiter bearbeitet, indem ich also einen Rahmen dazu gezeichnet habe mit Markern und Stiften ganz bewusst, die gar nicht zu soft oder künstlerisch sind sondern auch etwas mit Werbung zu tun haben mit denen ich sowieso gerne arbeite, also diese Addings und Marker die es ja auch nur in wenigen Farben gibt.

00:20:15: Also deshalb wiederhole sich das immer.

00:20:17: In dem Fall habe ich schwarze Marker genommen und habe Papier damit gezeichnet und wie ein Rahmen...also dass ist immer weiter an das Motiv rangerückt so dass es eigentlich immer enger wurde um das Motif bis ich gesagt hab jetzt ist gut!

00:20:34: Das ist es jetzt objekthaft auch geblieben als Collage.

00:20:38: Eine

00:20:39: eindrückliche Arbeit, andere Beispiele?

00:20:42: Ja ein anderes Beispiel wäre Katrina das wie ich merke immer wieder eine Art Eyecatcher ist für andere Leute auch die das zum ersten Mal sehen.

00:20:53: Panorama, wer hieß die Arbeit innerhalb der ich das Motiv gemacht habe?

00:20:59: und zwar ist es einander fügen verschiedene Motive mit auch aus Tageszeitung aus dem Internet.

00:21:06: Aus verschiedenen Situationen die zu nicht gesammelt haben und begonnen habe einen die also nebeneinanderzustellen zu gucken.

00:21:14: was passiert da?

00:21:15: ein Motiv was immer wieder kehrt sind in weiße Schutzanzüge gekleidete Personen, die sich in Verschiedssituationen also an Maschinen hantieren und Flugzeuge gehen.

00:21:29: In dem Fall auch sich dem Katastrophengebiet

00:21:33: nähern.

00:21:34: Vielleicht noch mal zur Einordnung.

00:21:35: Das sind Bilder, die entstanden sind bei den Aufräumarbeiten nach dem Hurricane Katrina in den USA.

00:21:41: Katrina in New Orleans hat ziemlich schlimme Ausmaße angenommen und das Bild, das zu uns gekommen ist neben den Fernsehberichten, die aber eigentlich immer Blicke von oben waren wie schlimm das eigentlich von oben aussah und man eine Vorstellung von den Ausmaßen bekam war ein Bild in der mitteldeutschen Zeitung nicht größer als eine Briefmarke, also wirklich winzig klein zu dem Ereignis und darauf ist es eine Frau zu sehen die sich in Müllsäcke gehöhlt hat.

00:22:14: Nämlich eine Reporterin mit Mikrofonen in der Hand um ihn dieses Katastrophengebiet überhaupt vordringen zu können.

00:22:22: ich habe das auch nicht gleich erkannt aber es durfte ja keiner rein Trick gefunden und war dann mittendrin.

00:22:30: Und dann ist eben auch dieses Foto entstanden, das hatte sofort eine magische Wirkung auf mich.

00:22:35: dachte Nanu was es jetzt hier los sieht aus wie ein Engel der auf den tollen Renaissance Bildern in der Fürkündigung vor uns schwebt.

00:22:46: Du hast es denn bearbeitet?

00:22:47: Ich habe es nicht bearbeitet sondern als Ausgangsmotiv genommen um daraus das ganze digital nachzubauen auf einer eigenen Bühne, die ich mir im digitalen

00:22:59: Raum

00:23:00: geschaffen habe.

00:23:01: Dieses Motiv... Ich sage auch immer es ist eine Art Naturstudium aber eben nicht nach der Natur sondern nach Bildern, die zu uns kommen, die also auf eigene Art wiederum zu übertragen in ein anderes Medium wo ich wieder neue Freiheiten für mich hab um das Ganze einzubinden in einen anderen Kontext, also meiner künstlerischen Arbeit damit zu tun

00:23:25: hat.

00:23:26: Du hast kurz beschrieben dieses Ransoumen, also du findest immer wieder ein Fokus?

00:23:32: Also auch die vorherige Arbeit, die du beschrieben hast ist ja sozusagen ein Ransumen tatsächlich so einen in den Blick nehmen, fokussieren und Ausschnitt darstellen.

00:23:44: Ist das das womit du deine Arbeit beschreiben würdest?

00:23:47: Ja es ist schon immer diese Neugierde, also dieses Unbändige wo ich manchmal sage Hört das nie auf, ja.

00:23:55: Und natürlich sucht man sich die Mittel mit denen man das Ganze rankommt.

00:24:01: Also dieses Reinsoumen reingehen hinter die Kulissen schauen... Das ist für mich ein ganz großer Beweggrund und ich will immer wissen was dahinter los ist!

00:24:11: Deshalb ist mir auch diese Haltung von Luis Bosch war um da nochmal darauf zurückzukommen I don't like passion is nämlich ein Ausspruch von ihr Also nicht dieses vordergründlich leidenschaftliche.

00:24:24: wobei ich sagen würde, ich bin schon von Leidenschaft und Intuition getrieben.

00:24:30: Aber am Ende sich auch wieder ein Stück zurückzunehmen zu sagen, was passiert da eigentlich?

00:24:36: Dem ich mich leidenschaftlich genähert habe – was passiert denn eigentlich?

00:24:39: Was steht eigentlich wirklich dahinter?

00:24:42: Deshalb ist diese Bewegung hinein erstmal wichtig!

00:24:45: Ich muss das Ganze mir in irgendeiner Form oder eben in dieser Form aneignen können für mich in Besitz nehmen.

00:24:53: Ich muss es haben, ja?

00:24:54: Dann beginne ich da wieder eine Distanz zu finden und mit einer Art Setzieren... Und da fühle ich mich wieder bei einer Künstlerin wie du es vorstattest nahe dieses Setziern mit dem Verstand oder zu verstehen was passiert eigentlich?

00:25:11: Was ist das?

00:25:12: Was dahinten steht?

00:25:13: Was sind die Phänomene den wir ausgesetzt sind, denen wir uns nicht entziehen können, mit denen wir es immer wieder zu tun haben?

00:25:22: eins der wichtigen Motivationen.

00:25:24: Schön finde ich, dass jetzt du die Fragen stellst und den Satz habe ich mir tatsächlich auch aus dem Vorgespräch gemerkt also deine Arbeiten, die geben keine Antworten sondern wer sich mit diesen auseinandersetzt, also mit deinen Werken, mit deinen Fotografien, mit seinen collagen Bearbeitungen.

00:25:44: alle, die sich mit deinen Arbeiten befassen

00:25:47: soll mit Fragen rausgehen.

00:25:49: das ist dir wichtig

00:25:50: Ja, das ist mir wichtig.

00:25:51: Nicht Antworten zu geben was ich ja überhaupt anmaßend finde dass man erwartet, dass Künstler oder Kunst Antworten gibt auf bestimmte Tagesfragen oder auch Fragen die ganz anders gelagert sind.

00:26:08: Ich weiß nicht ob die Kunst das kann.

00:26:10: Die Kunst kann etwas ansprechen was auf einer ganz anderen Ebene sich artikulieren oder auch manifestieren kann, nämlich auf visuelle Art.

00:26:18: Auf akustische Arte also in den verschiedenen Bereichen.

00:26:21: aber es kann nie tatsächlich unser Bedürfnis nach Antworten stellen und ich finde wichtig für mich auf dieser Ebene zu bleiben und das so weiterzugeben.

00:26:34: Ich würde gerne noch auf

00:26:35: zwei

00:26:36: Möglichkeiten, mit denen du arbeitest zu sprechen komm.

00:26:39: Du hast auch ein Stipendium gehabt.

00:26:42: hier in der Kunststiftung Work In Progress wurde es genannt und das hieß Zeichnen als Medium.

00:26:50: Da bist du als Zeichnerin einfach mal reingegangen in das Arbeitsstipendum.

00:26:54: was ist da entstanden?

00:26:56: Ja das ist ein ähnliches Vorgehen.

00:26:58: Es war zum Zeitpunkt also ich mein Atelier neu bezogen hatte Leipzig.

00:27:05: Ja, ich habe begonnen mit Farbe zu arbeiten was ich dann aber als Zeichnung bezeichnet habe und dafür auch das Stipendium bekam.

00:27:12: Ich frage mich immer was es ist.

00:27:14: ja also ich würde mich nicht als Malerin bezeichnen wenn ich mit Farben arbeite, ich würde mir auch nicht als Fotografin bezeichnenden wenn ich fotografiere.

00:27:23: Es sind tatsächlich immer diese Übergänge innerhalb der Medien die mich tatsächlich interessieren wo auch die Anregungen für mich kommen.

00:27:33: Also dieses Zeichnen-Wirk in Progression hat tatsächlich einen Einlassen mit der Farbe auf ein anderes Medium, nämlich auf die Farbe, die auf fotografischen Untergründen sich manifestiert und die ich dann begonnen habe, in einem weiteren Prozess Inzeichnung zu überführen aber in ganz ursprünglichen oder ganz wesentlichen Formen die ich beobachten konnte, nämlich wie Lichtreflexe auf der Farbe zum Beispiel aussehen.

00:28:05: Wie kann ich sie darstellen?

00:28:06: Wie kann Ich die übertragen?

00:28:08: Was passiert da?

00:28:09: Wie geht das weiter?

00:28:11: Ich habe es dann auch auf Stoffe weiterübertragen und

00:28:14: blau spielt bei denen große Rolle.

00:28:16: Blau war in dem Moment also dass hat mit diesem reduzieren sich auf wesentliches zu reduzieren zu tun.

00:28:25: befragene Farbe, die ein intuitiv mehr sehr nahe steht.

00:28:29: Und ich musste nicht lange suchen diese Farbe für mich zu identifizieren und eben in diesem Zusammenhang auch nutzbar zu machen.

00:28:38: Was da am Rande auch entstanden ist im Rahmen dieser Zeichnung als Work-in-Progress sind Fotos mit der Handykamera dass es arbeiten diese Prozesse festzuhalten, für mich auch zu dokumentieren.

00:28:54: Weil Arbeiten oder Motive die in dem Moment entstehen nicht unbedingt

00:28:59: am Ende

00:29:00: als Motiv zur Verfügung stehen.

00:29:02: Wenn ich beginne die Dinge nebeneinander zu legen, zu schieben auszuprobieren was passiert da dass wieder auseinander nehme möchte Ich wissen wie war das eigentlich an dem moment?

00:29:12: Wie sah es aus?

00:29:13: Daraus habe ich dann so eine eigene Art der Aeneinanderreihung von Fotos entwickelt, also diese Suchbewegung.

00:29:22: Ist der Prozess deine Arbeit?

00:29:24: Auch ja auf jeden Fall.

00:29:27: oder das Ergebnis?

00:29:28: Ja das weiß ich nicht ob man das auch als Ergebnis bezeichnen kann würde ich meinem Gegenüber überlassen das zu entscheiden ob das Prozess das Ergebnis ist.

00:29:41: Mir ist natürlich bei der Laudatio für den Hallischen Kunstpreis ins Auge gefallen, die Goubelin-Weberei.

00:29:49: Das ist ja mal was ganz anderes als die Fotografie.

00:29:52: Da entwickelst du auch Kunst?

00:29:54: Webst du selbst?

00:29:55: Was ist da so ein herausragendes Beispiel deiner

00:29:58: Arbeit?

00:29:59: Also mit der Weberei oder auch mit der ... Ja, Weberei schon!

00:30:04: Damit habe ich ja begonnen.

00:30:05: Es war mein Studium an der Bugibichenstein.

00:30:08: Ich hab im Textil begonnen und bin sehr schnell auf die Cobbel-Löngweberei gestoßen.

00:30:14: Es war für mich das Interessanteste ...

00:30:17: Das ist ja eine uralte

00:30:19: Technik, ne?

00:30:19: Also es stammt aus dem Jahrzehnten, im Paar'nvierzig.

00:30:23: Jedenfalls ist überhaupt die Cobble Löngwieberei als das, worunter wir das heute verstehen entstanden in Paris und spezielle Manufakturen, die das konnten, nämlich in dem Moment als Massenhaft Tafelbilder in die Weber-Rei übertragen wurden.

00:30:39: Vorher war die Weber Rei noch

00:30:42: anders,

00:30:42: ne?

00:30:42: In der Gotthick hatten wir andere Bilder vor uns.

00:30:45: Das hat mich immer interessiert weil man eben sehr fein damit arbeiten kann.

00:30:49: also man kann das Medium sehr weit ausreizen in der Feinheit.

00:30:54: Also das ist wirklich was ganz spannendes und Halle hat ja auch eine Tradition dafür für die Bildweberrei oder die Tapessarinen.

00:31:05: Das hat mich interessiert und auch relativ schnell nach dem Studium.

00:31:09: Hier in Halle ich hatte da noch ein Aufbaustudium,

00:31:11: auch im

00:31:13: Fachbildheppich habe ich begonnen also verschiedene Medien auch dazu kreuzen nämlich die Fotografie mit der Weberei.

00:31:20: Eine große Arbeit, die ich Anfang der Neunziger auch realisieren durfte für einen Schloss wo zwei große Gobbelings nämlich entstehen sollten zwei Landschaftsaufnahmen, also die ich fotografisch in der Umgebung gemacht habe.

00:31:38: Ich würde es als Schnappschüsse bezeichnen, in diese wertvolle Webtechnik zu übertragen.

00:31:44: Das war für mich eine Herausforderung, wo ich wissen wollte was passiert da?

00:31:48: Wie geht das?

00:31:49: Was kann ich daraus

00:31:50: machen?".

00:31:52: Ein Schnappschuss

00:31:53: für die Ewigkeit.

00:31:55: Wenn dieses Motiv, das also in Sekunden entsteht oder auch wieder aus einer Reihe ... Damals habe ich noch eine Look fotografiert von siebenunddreißig Bildern.

00:32:05: Ich sage gut jetzt dieser Schnappschuss in dieser Reihe ist es jetzt und in eine Wehberei zu übertragen, die also anderthalb Jahre braucht, dieses Motif zu realisieren.

00:32:16: aber im feinsten Farbabstufung was da nämlich geht fand ich das Experiment doch gut an der Stelle.

00:32:25: Wird ihr selber gerade bewusst, was das für eine Arbeit war?

00:32:28: Ja oder ... Was auch Zeit bedeutet.

00:32:32: ja also wie man diese Übertragung vom einen Medium in das andere und vielleicht worauf du anspielst dieser Gobelang der Enderausstellung hing in Halle war am Ende den habe ich zehn Jahre später gemacht des Ende eines Farbfilms analogen wo wir es nur noch mit der chemischen Reaktion auf dem Filmmaterial zu tun haben.

00:32:54: Das hat mich dann gereizt, auch in diese Technik zu übertragen.

00:32:58: Wo hängen jetzt die ersten Gubelans?

00:33:00: Die du gemacht hast ...

00:33:01: Die hingen dreißig Jahre im Schloss Wilhelmsburg-Schmerck halten.

00:33:05: Da hängen sie nicht mehr.

00:33:06: Sie sind jetzt im Kassimuseum

00:33:08: gelandet.

00:33:10: Wo sehe ich denn noch Kunst von dir?

00:33:12: Also bei Halle bleiben in dem Fraunhoferinstitut zum Beispiel im Foyer wo ich eine riesengroße, auch digitale Arbeit realisieren konnte.

00:33:22: Zum einen Animation zum anderen große Arbeit.

00:33:27: also ist auch in Animationen aber drei die Animation nicht als Film.

00:33:32: man kann das sowohl als Bild als auch filmisch machen es beides zu sehen.

00:33:36: dort großes Aquarium dem ein High und ein Mädchen aufeinander zuschwimmen Als Motiv Es gibt einen Gobelögen wirklich zu sehen in alle diese Rentenanstalt am Hermes.

00:33:53: Und da in einem der Sitzungszimmer hängt ein Landschaftsgobelang

00:33:56: auch... Man kann dich finden, ne?

00:34:01: Ja man kann mich schon finden!

00:34:03: Also es gibt Sammlungen die arbeiten von mir haben international also das Victoria & Albert Museum zum Beispiel in London hat jetzt, das war die letzte, die vorletzte also vor dem Grasimuseum Aufnahme in die Sammlung.

00:34:18: Es gibt eine Arbeit im Metropolitan, in dem Antoni Ratti-Sammlung.

00:34:24: Auch eine Textilarbeit, die dort dokumentiert ist.

00:34:28: Es gibt also verschiedene Museen, die Arbeiten von mir haben auch in Sachsen erneut natürlich Kunstmusik um Moritzburg oder auch in dem Gloster unserer lieben Frauen.

00:34:39: Dagmar Varadi,

00:34:40: du bist eine wahnsinnig aktive Künstlerin.

00:34:44: Hast wahnsinnige Sachen schon gemacht, sehr viele unterschiedliche Sachen.

00:34:49: Meine Frage

00:34:49: zum Schluss ist, gibt es irgendeine Arbeit?

00:34:53: Gibt es irgendwas von der Du

00:34:54: noch träumst,

00:34:55: die Dir gerne noch umsetzen möchtest?

00:34:58: Ja ich würde gern das weitermachen was ich mache oder wo ich nicht dran bin.

00:35:03: also es sind ja Arbeiten die nicht abgeschlossen sind und das wäre für mich das... Was ich mir wünsche, wovon ich träume.

00:35:12: Das zu tun auch in näherer und weiterer Zukunft.

00:35:16: Was brauchst du um gut zu arbeiten?

00:35:19: Den normalen Alltag das Normale was ich um mich habe?

00:35:24: ja ein gewissen Freiraum schon also das lässt sich nicht leugnen

00:35:28: Und natürlich auch eine große Sammlung, ein großes Archiv was du angelegt hast.

00:35:32: Dagmar Varadi wir merken also wir könnten stundenlang über deine Arbeit reden.

00:35:38: das ist wahnsinnig spannend!

00:35:39: Wir waren jetzt im Podcast hier für die Kunststiftung zusammen im Gespräch.

00:35:44: Dagmar Varadi ist international, also weltweit zu finden.

00:35:48: Zumindest arbeiten von ihr.

00:35:49: Treffen kann man sie in Leipzig.

00:35:51: Du bist digital unterwegs.

00:35:53: Also für Instagram kann man gucken, wann offene Atelier Tage sind.

00:35:58: Man kann dich besuchen, dir bei der Arbeit über die Schulter schauen und ich wünsche dir ganz viel Glück und ganz viel Fros schaffen in der kommenden Zeit und für die Zukunft.

00:36:08: Danke Dagmar Veradi dass du heute hier bei uns warst!

00:36:11: Ja, ich bedanke mich auch.

Über diesen Podcast

„NEU WERK“ – der Podcast der Kunststiftung geht an den Start! Der Name meint nicht nur die Adresse Neuwerk 11 – Sitz der Stiftung –, sondern die Frage, wie eigentlich Neues entstehen kann und was es dazu braucht. Vor allem aber geht es um eines: Kunst, Kunst, Kunst! Was macht sie mit uns? Was macht sie mit den Künstlerinnen und Künstlern selbst? Wie kommen sie überhaupt dazu, was treibt sie an, was inspiriert sie, was lässt sie nicht schlafen? Und was bedeutet ihnen die Arbeit jenseits der Metropolen? Künstlerinnen und Künstler erzählen im Interview über ihre Arbeit, vor allem aber über ihr Leben – regelmäßig in unserem Podcast.

von und mit Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

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